Chinesische Medizin

Grundlegendes zur Chinesischen Medizin

Es ist unmöglich, die Komplexität und Tiefe der ca. 5000 Jahre alten Chinesischen Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM genannt) in nur wenigen, auf Anhieb gut verständlichen Worten zusammenzufassen und auf den Punkt zu bringen; es heißt nicht umsonst, man brauche 800 Jahre, um Chinesische Medizin zu erlernen!
Mein Anliegen an dieser Stelle ist es daher nicht, in die Weiten der taoistischen Weltsicht einzutauchen und eine umfassende Darstellung zu liefern, sondern vielmehr eine praktische Idee davon zu vermitteln, wieso und weshalb die Chinesische Medizin tatsächlich auf jedwedes Krankheitsbild, auf jegliche Störung unseres Wohl-Seins eine Antwort bietet.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird jede Beeinträchtigung unserer Gesundheit als Störung im Fluß des Qi (sprich: Tschi) angesehen, unabhängig davon, ob sie sich nun auf körperlicher, seelischer oder geistiger Ebene zeigt – und unabhängig davon, wie diese Beeinträchtigung aus der Sicht der westlichen Medizin benannt und bewertet wird. Ob eine Erkrankung z.B. als Migräne, Depression, Arthrose oder Diabetes bezeichnet wird, ob sie akut oder chronisch verläuft, als autoimmunes, traumatisch oder erblich bedingtes Geschehen kategorisiert wird - chinesisch betrachtet handelt es sich immer um Behinderungen des Qi-Flusses in unserem System.

Qi

Was ist nun dieses Qi? Qi ist Energie und Information. Unser gesamtes Universum, jedes Lebewesen, jeder Stein, jeder Baum, jeder Stuhl besteht aus Qi, aus Energie und Information. Dies ist keine poetisch verklärte Vorstellung oder gar „esoterische Spinnerei“, sondern die Realität, in der wir leben. Die moderne Quantenphysik sagt, alles, was in diesem Universum existiert, ist Energiefeld und Information. Beispielhaft hierzu Max Planck:
„Es gibt keine Materie. Alle Materie entsteht und besteht nur durch die eigene Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält.“ Die Chinesische Medizin bezeichnet diese „Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt…“ als Qi.
Jeder Organismus besteht aus Qi, der Körper ebenso wie die Psyche, die Gedanken und die Emotionen. Sowohl nach dem Konzept von Qi als auch  nach den Erkenntnissen der Quantenphysik gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen körperlichen Funktionen, Gedanken oder Gefühlen. Sie alle sind Manifestationen von Qi, von Energie plus Information, und unterscheiden sich lediglich anhand der Frequenz, in der das betreffende Energiefeld schwingt. Je mehr Materie im Spiel ist (wie z.B. beim Körper), desto niedriger die Frequenz der Schwingung, je feinstofflicher (z.B. Gedanken, Gefühle), desto höher die Schwingungsfrequenz.

Energie formt Materie

Das Qi bestimmt nach dieser Sichtweise daher sowohl die Form und Struktur unseres Körpers, unserer Organe, Gewebe, jeder einzelnen Zelle, als auch deren Funktion. Es trägt die Information darüber, wie jedes kleinste Teilchen in unserem System gemeint ist und welche Aufgabe es zu erfüllen hat. Qi bestimmt auch den Fluß und die Qualität unserer Gedanken und Gefühle; ist das Qi gut verteilt und gleichmäßig in Bewegung, sind auch unsere Gedanken, unsere Gefühle, unser Blut, unser Stoffwechsel, unsere Immunabwehr, unsere Erbinformation kräftig, gleichmäßig und gut verteilt.

Haben Störungen im Fluß des Qi zu Symptomen gleich welcher Art auch immer geführt, ist es das Anliegen der Chinesischen Medizin, insbesondere der Akupunktur, entstandene Blockaden oder Stauungen des Qi zu lösen und wieder für seine gleichmäßige Verteilung und erstklassige Qualität zu sorgen.
Nach welchen Gesetzmäßigkeiten sich das Qi durch unser System bewegt und wie Störungen in seinem Fluß entstehen, erklärt die Lehre der Fünf Wandlungsreiche (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall).
In diesem Sinne arbeite ich in meiner Praxis; als Handwerkszeug nutze ich dafür Akupunktur, die Moxa-Therapie, die Fußreflexzonentherapie, das Gespräch und den heilsamen Umgang mit Emotionen.